Die Liebe in unseren Herzen schließt die Lücke,
die Trude hinterlassen hat.
Sie lebt in uns weiter.
Im großen KREIS des LEBENS warst Du eingebettet
in all deinem WERDEN, WACHSEN und VERGEHEN.
Wir nehmen ABSCHIED von unserer geliebten
MUTTER, OMA, TANTE, SCHWESTER, SCHWÄGERIN, COUSINE, KOLLEGIN und NACHBARIN,
GERTRUDE BERGER
geboren am 31. Juli 1944, welche am 11. April plötzlich und ohne Leiden,
ganz auf ihre Art eingeschlafen ist.
Die VERABSCHIEDUNG von TRUDE findet am Freitag, den 05.05.2023
ab 14.00 Uhr am Stadtpfarrfriedhof in Baden statt.
Alles in der Natur lebt in Zyklen, der Mond, das Jahr, der Tag und alle Lebewesen, WERDEN, WACHSEN – dehnen sich aus bis zur höchsten Ausdehnung und VERGEHEN ziehen sich wieder zurück.
Im Rad ihrer 3 Lebensphasen lebte Trude in einer begrenzten Zeitspanne ihres Lebens –
- im Wachsen in der Kindheit und Jugend in Möllersdorf
- im sich „Entfalten“, Lebendiges gebären, Lebensdienliches schaffen und Verantwortung übernehmen im Erwachsenenalter,
- dann in der Sammlung, Reifung und Fokussierung auf Wesentliches im Älterwerden -in Baden und dem südlichen Wien,
- schließlich im Sterben in die Hingabe und Auflösung in den Tod, zurück in die Leere, ins „Jenseits“ oder nach „Nangijala“ wie Astrid Lindgren in „Die Brüder Löwenherz“ schrieb.
Trude ist diesen Weg in ihren 3 großen und langen Lebensabschnitten gegangen und ist am 11.04.2023, wie es von älteren Kulturen geprägt wurde nun in der Winterphase, hinein in die Jenseitswelt, die Welt der Ahninnen in die Dunkelheit und Leere gewandert. Aus welcher im ewigen Zyklus neues Leben geboren wird, und das Licht der Welt erblickt.
Welch großes Vertrauen spricht aus dieser Weisheit des Anerkennens, ein Teil des Großen Ganzen zu sein!
„Tod ist mehr die Idee von Rückkehr zum Ursprung“
In unserer westlich kapitalistisch patriarchalen „narzisstischen“ Kultur ist eine bestimmte lineare Seinsweise vorherrschend. Menschen werden als isolierte Einzelwesen gesehen. Wie Karl Marx dies schon auf dem Hintergrund wirtschaftlicher Bedingungen analysiert hat, verkauft jede einzelne Person ihre Arbeitskraft auf dem Arbeitsmarkt, um die eigene Reproduktion, das Überleben existentiell zu sichern.
Leistungsfähigkeit ist die Lebensversicherung und muss so lange wie möglich erhalten bleiben. Im Alter wartet Wertverlust und Ausschluss aus dem wichtigen gesellschaftlichen Arbeitsleben. Sterben und Tod sind eher Tabu.
Leben wird als eine Linie verstanden, die an einem Punkt endet, bzw. abreißt. Es gibt viele Anstrengungen, diese Linie immer weiter zu verlängern, unsterblich zu werden.
In unserem Menschenbild gelten Menschen als über der Natur stehend, als „Krone der Schöpfung“, die die seelenlose materielle Natur beherrschen und sie als Objekt scheinbar objektiv von außen betrachten, zerlegend analysieren und steuern können. Dies hat in den letzten Jahrzehnten viele Probleme hervorgebracht, mit denen sich noch die nächsten Generationen zu beschäftigen haben.
Im Konstruktivismus wurde erkannt, was die Quantenforschung bestätigt hat: „Wir sind als Beobachtende immer ein Teil des Systems – des großen Ganzen und beeinflussen es. Wir sind nicht getrennt, sondern alles ist mit allem verbunden. Es gibt nicht die Materie, sondern alles besteht aus Energiebewegungen, aus Potentialitäten“ (H.P. Duerr).
Die moderne und nun auch schon etwa 100 Jahre alte Naturwissenschaft bestätigt die naturzyklische Weisheit der Verbundenheit in Zyklen.
Anerkennen, was ist, hieße das Menschsein als „Teilnehmen dürfen“ am Großen Ganzen zu sehen und damit am lebendigen Kreislauf aus dem Ursprung heraus und in den Ursprung zurück.
Trude ist ihren Lebenskreis gegangen und wird immer mit uns verbunden sein.
In LIEBE und DANKBARKEIT,
THOMAS, BIRGIT und GABRIEL


